








Die Kulturtage 2025 fanden Ende Mai unter dem Motto Wandel, Umbrüche und Brücken in die Zukunft Dank der Organisation von Johannes Streitmater in der Waldorfschule Hagen statt.
Wir waren in diesem Jahr eine große, bunte Runde von ca. 80 Menschen aller Generationen, darunter auch viele brasilianische Freiwillige, die ein soziales Jahr in Deutschland machen, Menschen, die vor Jahrzehnten in Monte Azul waren und solche, die erst kürzlich voller frischer Eindrücke zurückgekommen sind. Auch eine Gruppe zukünftige Freiwillige war diesmal mit dabei, ebenso wie hier und da Menschen aus Hagen, die sich für Monte Azul interessieren.
Wir verbrachten ein paar sehr abwechslungsreiche Tage voller spannender kultureller Programmpunkte. Es gab verschiedene Workshops wie pão de queijo backen, Capoeira und Kunsthandwerk, viel Musik, gemeinsames Singen und kochen, ein Live- Konzert und einen Gang in die Umgebung. Es blieb aber auch genug Raum und Zeit für Austausch und Gespräche, Spiele, Basketball und Hängematte, für gemeinsame Malzeiten (Feijoada!) und entspanntes Miteinander. Bis tief in die Nacht wurde gemeinsam geredet, getanzt, gelacht und ausgelassen gefeiert.
Im Rahmen der jährlichen MAI-Mitgliederversammlung haben wir gemeinsam auf die Aktivitäten des vergangenen Vereins-Jahres zurückgeblickt, Vorstandswahlen abgehalten (der alte Vorstand ist der neue) und in Kleingruppen Ideen bewegt, wie wir auch übers Jahr gut in Verbindung bleiben, zukünftige Kulturtage organisieren und Monte Azul unterstützen können. Einen kleinen Input direkt aus Brasilien gab es dieses Jahr in digitaler Form: Renate und Dayse hatten mit Mitarbeitenden der Associação Gespräche geführt über die aktuelle Lage, Erfolge und Herausforderungen von Monte Azul und daraus einen bewegenden kleinen Kurzfilm für uns gemacht.
Neu war auch das Café filosofico, bei dem uns Monte Aul – Mitarbeiter Douglas zunächst aus seinem Leben und dem Aufwachsen in Monte Azul bis hin zum international tätigen Freiwilligen-Koordinator erzählte und dann Voluntários aus unterschiedlichen Generationen zu ihren jeweiligen Erfahrungen und Erlebnissen interviewte. Wie sich herausstellte: egal ob in den 80-ern oder letztes Jahr – die Zeit in Monte Azul war für alle eine Zeit voller persönlicher Entwicklung und prägender, oft zukunftsentscheidender Erlebnisse und Begegnungen.
In der Abschlussrunde wurde umarmt, geweint und gelacht, denn es fühlt sich ein bisschen an wie Familie, von der man nun wieder für ein Jahr Abschied nimmt. Drei wunderschöne Tage durften wir miteinander verbringen voller Impulse, Eindrücke, Monte-Azul-Spirit und Verbundenheit. Ein Teilnehmer Higor sagt dazu, “dass unsere Treffen etwas ganz Besonderes sind und dass die Einheit, die wir nur ein paar Tage im Jahr teilen uns hilft, diesen Geist der Solidarität zu nutzen und uns auch als Menschen weiterzuentwickeln. Irgendwie sind wir durch eine große Motivation verbunden und das ist schön.”
In diesem Sinne freuen wir uns auf ein Wiedersehen mit der Monte-Azul-Familie, spätestens nächstes Jahr!







Text von Mirjam Weymann da Silva, Mitglied von Monte Azul international e.V.
Übersetzung von Marcos da Silva, Mitglied von Monte Azul international e.V.
Bilder von Higor de Jesus Barreto
